Straßenverzeichnis von Karow

Achillesstraße
Achtrutenberg
Alt-Karow
Am Danewend
Am Elsebrocken
Am Hohen Feld
Am Kiebitzpfuhl
Am Luchgraben
Amselstraße
An der Laake
Bahnhofstraße
Ballonplatz
Bedeweg
Beerbaumstraße
Beuthener Straße
Blanchardstraße
Blankenburger Chaussee
Boenkestraße
Bohrerzeile
Böttnerstraße
Bucher Chaussee
Bunzlauer Straße
Busonistraße
Chronisteneck
Danewendplatz
Drei-Linien-Weg
Ebenrotsteig
Erekweg
Florastraße
Forkenzeile
Frundsbergstraße
 

Gatterweg
Gewanneweg
Grundackerweg
Haduweg
Hagenstraße
Halbe-Hufen-Weg
Heimfriedstraße
Hentzeweg
Hofzeichendamm
Hubertusdamm
Ingwäonenweg
Karestraße
Kattowitzer Straße
Kerkowstraße
Kernerstraße
Krähenfußzeile
Kreuzburger Straße
Krontaler Straße
Kurze-Enden-Weg
Lanker Straße
Lanzelotstraße
Leobschützer Straße
Liebenstraße
Lönsstraße
Lossebergplatz
Matestraße
Möserstraße
Mühlenweg
Münchehagenstraße
Nahestraße
Nerthusweg
 

Nettestraße
Neustädter Straße
Pankgrafenstraße
Pfannschmidtstraße
Röländer Straße
Rübländerstraße
Rutenzeile
Rybniker Straße
Sägebockweg
Sandbergstraße
Schmiedebankplatz
Schönerlinder Weg
Siedlungsring
Siegstraße
Siverstorpstraße
Spinolastraße
Steinauer Straße
Straße 10
Straße 34
Straße 36
Straße 38
Straße 39
Straße 40
Straße 41
Straße 42
Straße 43
Straße 44
Straße 45
Straße 46
Straße 47
Straße 48
Straße 49

Straße 50
Straße 51
Straße 52
Straße 58
(südl. Teil)
Straße 59 (südl. Teil)
Straße 60
Straße 62
Straße 64
(südl. Teil)
Straße 65
Straße 66
Straße 67
Straße 68
Straße 69
Straße 70
Straße 71
Straße 72
Straße 73
Straße 74
Straße 84
Straße 86
Straße 94
Straße 100
Straße 101
Streckfußstraße
Strömannstraße
Swantewitstraße
Tarnowitzer Straße
Teichbergstraße
Tichauer Straße
Wotanstraße
Zum Kappgraben

Heute nicht mehr existierende Straßenbezeichnungen
 

An der Grenze (ab 13.12.1934 Name bis 11.5.1938, heute Ingwäonenweg)
Blankenburger Weg (seit 1878: Blankenburger Chaussee)
Bucher Weg (seit 1878: Bucher Chaussee)
Buchholzer Weg (seit 1920: Schräger Weg)
Dorfstraße (seit 11.05.1938: Alt-Karow)
Frankenstraße (Reichsbahnschleife, seit 07.06.1957 als Verlängerung der: Böttnerstraße)
Freyastraße (seit 30.09.1927: Busonistraße)
Friedrich-Karl-Straße (seit 31.05.1951: Liebenstraße)
Johann-Georg-Straße (seit 31.05.1951: Streckfußstraße)
Karower Chaussee (seit 01.08.1998: Bucher Chaussee)
Leghornsteig (vor 13.12.1934: Weg 3; seit 11.05.1938: Swantewitstraße)
Lindenberger Weg (zwischen 1952-1997: Straße 76, seit 15.02.1997: Hofzeichendamm)
Malchower Weg (seit 1933: Straße 52)
Rhodeländersteig (vor 13.12.1934: Weg 2; seit 11.05.1938: Haduweg)
Rudelsburgstraße (Reichsbahnschleife, seit 07.06.1957 als Verlängerung der: Bönkestraße)
Schräge Straße (seit 1920: Schräger Weg)
Schwanebecker Weg (zwischen 1938-1997: Straße 57, seit 15.02.1997: Zum Kappgraben)
Siegfriedstraße (seit 30.09.1927: Lanker Straße)
Straße 1 (seit 09.11.1926: Böttnerstraße)
Straße 2 (Reichsbahnschleife, seit 07.06.1957 ist der östl. Abschnitt Teil der: Bönkestraße)
Straße 2 (Reichsbahnschleife, seit 07.06.1957 ist der westl. Abschnitt Teil der: Streckfußstraße)
Straße 4 (heute: Straße 86)
Straße 5 (Reichsbahnschleife, seit 07.06.1957 Teil der: Streckfußstraße)
Straße 7 (seit 09.11.1926: Leobschützer Straße)
Straße 8 (seit 09.11.1926: Sandbergstraße)
Straße 11 (seit 09.11.1926: Lönsstraße)
Straße 12 (seit 18.02.1927: Neustädter Straße)
Straße 13 (seit 09.11.1926: Kernerstraße)
Straße 14a (seit 09.11.1926: Möserstraße)
Straße 23 (seit 09.11.1926: Beuthener Straße)
Straße 24 (seit 09.11.1926: Tichauer Straße)
Straße 26 (seit 09.11.1926: Am Kiebitzpfuhl)
Straße 27 (seit 09.11.1926: Kreuzburger Straße)
Straße 28 (wurde am 09.11.1926 als Kerkowstraße verlängert)
Straße 28 (seit 18.02.1927: Nahestraße)
Straße 28 (seit 18.02.1927: Rybniker Straße)
Straße 29 (seit 09.11.1926: Siegstraße)
Straße 30 (seit 09.11.1926: Kattowitzer Straße)
Straße 30 (seit 18.02.1927: Nettestraße)
Straße 31 (seit 26.11.1925: Steinauer Straße)
Straße 32 (bis 1920: Siegfriedstraße; seit 09.11.1926: Lanker Straße)
Straße 35 (seit 09.11.1926: Tarnowitzer Straße)
Straße 51 (seit 30.09.1927: Busonistraße)
Straße 56 (seit 15.02.1997: südl. der Achillesstraße als Strömannstraße; nördl. der Achillesstraße als Bohrerzeile)
Straße 57 (seit 15.02.1997: Zum Kappgraben)
Straße 58 (seit 15.02.1997: Sägebockweg)
Straße 59 (nördl. Teil seit 15.02.1997: Drei-Linien-Weg)
Straße 64 (nördl. Teil seit 15.02.1997 als Verlängerung des: Ingwäonenweg)
Straße 75 (seit 15.02.1997: Siverstorpstraße)
Straße 76 (bis 1952: Lindenberger Weg; seit 15.02.1997: Hofzeichendamm)
Straße 78 (seit 15.02.1997: Krähenfußzeile)
Straße 80 (seit 13.02.1996: Gewanneweg)
Straße 81 (seit 13.02.1996: Matestraße)
Straße 83 (seit 13.02.1996: Röländer Straße)
Straße 87 (seit 20.05.1997: Am Hohen Feld)
Straße 88 (seit 23.06.1997: An Der Laake)
Straße 90 (seit 13.02.1996: Rutenzeile)
Straße 97 (seit 13.02.1996: Halbe-Hufen-Weg)
Straße 98 (seit 17.05.1996 als Verlängerung der: Busonistraße)
Straße 99 (seit 13.02.1996: Blanchardstraße)
Upstallweg (seit um 1920: Frundsbergstraße)
Viktoria-Luise-Straße (seit 10.05.1951: Boenkestraße)
Weg 1 (seit 13.12.1934: An der Grenze; seit 11.05.1938: Ingwäonenweg)
Weg 2 (seit 13.12.1934: Rhodeländersteig; seit 11.05.1938: Haduweg)
Weg 3

Erläuterungen zu den Karower Straßenbezeichnungen
Kursive Straßennamen existieren heute nicht mehr
 

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Achillesstraße
verläuft von Karestraße über Busonistraße und Bucher Chaussee bis Ingwäonenweg.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Hermann ACHILLES, † 1920 Blankenburg b. Berlin, Schmiedemeister, Chronist.

Achtrutenberg
verläuft von Röländer Straße bis Schönerlinder Weg.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Der Name bezieht sich auf eine alte Karower Flurbezeichnung. Rute ist ein altes deutsches Längenmaß (1 Rute = 12 Fuß).

Alt-Karow
verläuft von Blankenburger Chaussee und Bahnhofstraße bis Schönerlinder Weg.
Name seit 11.05.1938, vorher Dorfstraße (überliefert)
Namensgebung: alte Dorfstraße des Ortes Karow.

Am Danewend (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Hubertusdamm bis Lanker Straße.
Name vor 1920
Namensgebung: Als Anewend, Danewend oder Gewende wurden auf der Feldmark solche Stellen bezeichnet, wo der Bauer seinen Pflug wenden musste, darum am Ende der Gewanne zu finden. Die Straße Am Danewend führte diesen Namen bereits bei der Eingemeindung Karows in den Stadtverband von Groß-Berlin 1920.

Am Elsebrocken
verläuft von Busoni- bis Achillesstraße.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Eine alte Flurbezeichnung. Else ist eine andere Bezeichnung für Erle, es könnte sich hier um ein Erlenbruch gehandelt haben.

Am Hohen Feld
verläuft von Straße 73 über Hofzeichendamm bis Achillesstraße.
Name seit 20.05.1997 (nördl. Teil Erstbezeichnung, südl. Teil vorher Straße 87)
Namensgebung: Das "Hohe Feld" ist eines der drei Gewanne Karows aus der Zeit der Dreifelderwirtschaft. Auf dem Hohen Feld befindet sich der Teichberg (63 Meter), die höchste Erhebung Karows.

Am Kiebitzpfuhl (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Tichauer Straße bis Schräger Weg.
Name seit 09.11.1926 (vorher Straße 26)
Namensgebung: Kiebitzpfuhl ist altüberlieferter Gewässername auf der Karower Flur. Er verdankt seinen Namen dem Kiebietz oder Geißvogel (Vanellus vanellus), einem Watvogel aus der Familie der Regenpfeifer, der bei uns auf sumpfigen Wiesen von Februar bis Oktober lebt und dessen Eier als Delikatesse gelten. Insekten, Weichtiere und Würmer sind ihre Hauptnahrung. Brutzeit: März-Mai.

Am Luchgraben
verläuft von Bundesstraße 2 entlang der Stadtgrenze nach Neu Karow.
Name seit 01.03.2002 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Der Straße überquert in ihrem Verlauf durch die "Parklandschaft Neue Wiesen" Fließgraben und Laake, was ihr zu ihrem Namen verhalf.

Amselstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Wotan- bis Lanker Straße.
Name vor 1920
Namensgebung: Die Amsel ist ein Singvogel aus der Gattung der Sperlingsvögel. Die Amselstraße führte diesen Namen bereits bei der Eingemeindung Karows in den Stadtverband von Groß-Berlin 1920.

An der Grenze (Stadtrandsiedlung Buch)
Name seit 13.12.1934 bis 11.05.1938 (vor 1934: Weg 1; seit 1938: Ingwäonenweg)
Namensgebung: Grenze, vorgestellte Linie, die Zuständigkeiten von Behörden scheidet. Der Weg verlief parallel zur damaligen Grenze des Stadtverbandes von Groß-Berlin zum Kreis Niederbarnim.

An der Laake
verläuft von Am Hohen Feld bis Straße 62.
Name seit 23.06.1997 (vorher Straße 88)
Namensgebung: Die Straße wurde nach der auf anliegendem Gebiet fließenden Laake benannt.

Bahnhofstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Blankenburger Chaussee und Alt-Karow bis Pankgrafenstraße am Bahnhof Karow.
Name seit 1882
Namensgebung: Der Haltepunkt Karow an der Fernbahnstrecke Berlin-Stettin wurde am 15.11.1882 eröffnet. Seit dem 08.08.1924 wird er auch für den elektrischen S-Bahn-Verkehr genutzt.

Ballonplatz
liegt an Achilles- und Pfannschmidtstraße.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Luftfahrzeug, das durch den statischen Auftrieb eines in einen Ballon gegebenen Füllgases geringer Dichte, wie Wasserstoff, Helium, Heißluft usw., getragen wird. Am 27.09.1788 unternahm der französische Ballonfahrer Jean-Pierre BLANCHARD eine Fahrt mit seinem Freiballon über Berlin. Es war seine 33. Luftfahrt überhaupt. Startplatz war der Exerzierplatz im Tiergarten. Der mit Wasserstoffgas gefüllte Ballon stieg 15.40 Uhr in die Höhe, flog in nordöstlicher Richtung über die Spree und hatte beim Gesundbrunnen eine Höhe von etwa 1 000 Metern erreicht. Hier ließ BLANCHARD an einem Fallschirm zwei kleine Hunde hinab, die wohlbehalten den Boden erreichten. Gegen 16.00 Uhr überflog er in einer Höhe von etwa 1 920 Metern Pankower Gebiet und landete 16.30 Uhr auf freiem Feld zwischen Buch und Karow, heute Wohngebiet Neu-Karow.

Bedeweg
liegt als Sackgasse an der Achillesstraße.
Name seit 01.06.1997 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Die Bede ist eine feudale Steuer aus dem 13. bis 17. Jahrhundert in Form von Geld und Naturalien an den Landesherrn, die für Verteidigungszwecke des Landes eingezogen wurde. Sie wurde auch Schoss genannt. Geistliche und der Adel waren von dieser Steuer ausgenommen.

Beerbaumstraße
verläuft von Busoni- und Achillesstraße rechtwinklig bis Pfannschmidt- und Busonistraße.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: BEERBAUM, altansässige Karower Bauernfamilie. Der Kossätenhof des Jacob BEERBAUM trug nach den Unterlagen des Chronisten AUGUSTIN 1598 das Hofzeichen "vier Eier".

Beuthener Straße (Schlesisches Viertel von Karow)
verläuft von Am Kiebitzpfuhl bis Blankenburger Chaussee.
Name seit 09.11.1926 (vorher: Straße 23)
Namensgebung: Beuthen, Kreisstadt in der früheren Provinz Oberschlesien, Regierungsbezirk Kattowitz, seit 1945 Bytom, Stadtkreis in der Woiwodschaft Slaskie (Oberschlesien, Hauptstadt Katowice), Polen.

Blanchardstraße
liegt als Sackgasse am Schönerlinder Weg.
Name seit 13.02.1996 (vorher: Straße 99
Namensgebung: Jean-Pierre BLANCHARD (auch François genannt), * 04.07.1750 Les Andelys, † 07.03.1809 Paris, französischer Ballonfahrer. Der Straßenname erinnert an die Ballonfahrt BLANCHARDs am 27.09.1788 über Berlin, die 15.40 Uhr auf dem Exerzierplatz im Tiergarten begann und 16.30 Uhr auf einem Feld zwischen Buch und Karow, heute Wohngebiet Neu-Karow, endete.

Blankenburger Chaussee
verläuft als Weiterführung des Karower Damms bis Bahnhofstraße, Alt-Karow und Straße 52.
Name seit 1878 (früher: Blankenburger Weg)
Namensgebung: Der Name ergab sich aus der von Karow aus gesehenen Richtung nach Blankenburg.  Ist ein Teil der seit alters vom Prenzlauer Tor in Berlin über Heinersdorf, Blankenburg, Karow und Buch verlaufenden Heerstraße, die 1878 befestigt wurde und deshalb von Weg in Chaussee umbenannt.

Blankenburger Weg
Name überliefert bis 1878 (später: Blankenburger Chaussee)
Namensgebung: Der Name ergab sich aus der von Karow aus gesehenen Richtung nach Blankenburg.  Ist ein Teil der seit alters vom Prenzlauer Tor in Berlin über Heinersdorf, Blankenburg, Karow und Buch verlaufenden Heerstraße, die 1878 befestigt wurde und deshalb von Weg in Chaussee umbenannt.

Boenkestraße (Pankgrafenviertel von Karow)
verläuft von Leobschützer über Krontaler Straße hinaus.
Name seit 10.05.1951 (vorher: Viktoria-Luise-Straße (vor 1920-1951)
Namensgebung: Gerda BOENKE, * 12.10.1913 Berlin, † 10.11.1944 Berlin, Arbeiterin, Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime.
Am 07.06.1957 wurden der zwischen Neustädter Straße und dem nördlichen Außenring der Reichsbahn gelegene Teil der Rudelsburgstraße sowie der östlich der Reichsbahnschleife gelegene Teil der Straße 2 in die Boenkestraße einbezogen.

Bohrerzeile
verläuft von Nerthusweg über Krähenfußzeile.
Name seit 15.02.1997 (vorher: Straße 56)
Namensgebung: Der Bohrer war Hofzeichen des Bauerngutes von Martin GRUNOW.

Böttnerstraße
verläuft von Sandbergstraße über Krontaler Straße hinaus.
Name seit 09.11.1926 (vorher: Straße 1)
Namensgebung: Herkunft des Straßennamens konnte nicht eindeutig geklärt werden. Die zeitgleiche Benennung mit der Möserstraße deutet möglicherweise auf einen Zusammenhang hin. Am 07.06.1957 wurde der zwischen der Krontaler Straße und dem nördlichen Außenring der Reichsbahn gelegene Teil der Frankenstraße in die Böttnerstraße einbezogen.

Bucher Chaussee
sie beginnt an der Kreuzung Schönerlinder Weg, Alt-Karow, Hofzeichendamm, Zum Kappgraben und geht an der Stadtgrenze in die Karower Chaussee über.
Name seit 1878 (früher: Bucher Weg)
Namensgebung: Der Name ergab sich aus der von Karow aus gesehenen Richtung nach Buch.  Ist ein Teil der seit alters vom Prenzlauer Tor in Berlin über Heinersdorf, Blankenburg, Karow und Buch verlaufenden Heerstraße, die 1878 befestigt wurde und deshalb von Weg in Chaussee umbenannt. Am 01.08.1998 wurde der auf Karower Gebiet verlaufende Teil der Karower Chaussee (von der Stadtgrenze bis Swantewitstraße) in Bucher Chaussee umbenannt.

Bucher Weg
Name überliefert bis 1878 (später: Bucher Chaussee)
Namensgebung: Der Name ergab sich aus der von Karow aus gesehenen Richtung nach Buch.  Ist ein Teil der seit alters vom Prenzlauer Tor in Berlin über Heinersdorf, Blankenburg, Karow und Buch verlaufenden Heerstraße, die 1878 befestigt wurde und deshalb von Weg in Chaussee umbenannt.

Buchholzer Weg
Name vor 1900 (um 1900: Schräge Straße; um 1928: Schräger Weg)
Namensgebung: diente bis Ende des 19. Jhds. lediglich als Feldweg, erhielt aber im Zusammenhang mit der Besiedlung Karows um die Jahrhundertwende den Namen Schräge Straße. Sie ist ein Rest des einstigen Verbindungsweges zwischen den benachbarten Ortschaften Buchholz und Karow, der durch den Bau der Berlin-Stettiner Eisenbahn unterbrochen wurde. Die Schräge Straße wird unter diesem Namen im Berliner Adressbuch bis 1927 aufgeführt, ab 1928 als Schräger Weg.

Bunzlauer Straße (Schlesisches Viertel von Karow)
verläuft von Schräger Weg und Spinolastraße über Tichauer Straße hinaus.
Name seit 26.11.1925
Namensgebung: Bunzlau, Kreisstadt in der früheren Provinz Niederschlesien, Regierungsbezirk Liegnitz, seit 1945 Boleslawiec, Kreisstadt in der Woiwodschaft Dolnoslaskie (Niederschlesien, Hauptstadt Wroclaw), Polen.

Busonistraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Frundsbergstraße über Pfannschmidtstraße hinaus.
Name seit 30.09.1927 (vor 1920-1927 Teils: Freyastraße und Straße 51)
Namensgebung: Ferruccio Benvenuto BUSONI, * 01.04.1866 Empoli bei Florenz, † 27.07.1924 Berlin, italienischer Komponist. Am 30.09.1927 erhielten Freyastraße und Straße 51 den Namen Busonistraße. Diese wurde mit Wirkung vom 17.05.1996 bis über die Pfannschmidtstraße hinaus verlängert und nahm dabei die ehemalige Straße 98 in sich auf.

Chronisteneck
der Fußgängerbereich liegt zwischen Achillesstraße und Beerbaumstraße.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Der Name ist eine Ehrung für vor allem jene vier Karower Bürger, die sich intensiv mit der Geschichte des Dorfes befaßt und sie festgehalten haben: Bartholomäus AUGUSTIN († 1605 Karow), Küster der Kirche zu Buch und Karow; Johann George ULRICI (1711-1793), seit 1740 Pfarrer in Buch und Karow; Hermann ACHILLES, Schmiedemeister und letzter Inhaber der 1899 geschlossenen Bucher Laufschmiede; Martin PFANNSCHMIDT (1861-1947), von 1913 bis 1933 Pfarrer in Buch und Karow. Sie machten sich vor allem um die Erfassung ehemaliger Hofzeichen bäuerlicher Gehöfte verdient, die im Berliner Raum einzigartig ist. Augustin legte 1598 ein Verzeichnis der Dörfer Buch und Karow an, nach dem ULRICI eine Höfechronik erarbeitete. PFANNSCHMIDT führte mit Hilfe dieser Unterlagen und den Erinnerungen ACHILLES die Aufzeichnungen bis 1926 weiter.

Danewendplatz (Bahnhofsviertel von Karow)
liegt an der Wotan-, Busoni-, und Heimfriedstraße.
Name vor 1920
Namensgebung: Als Anewend, Danewend oder Gewende wurden auf der Feldmark solche Stellen bezeichnet, wo der Bauer seinen Pflug wenden musste, darum am Ende der Gewanne zu finden. Die Straße Am Danewend führte diesen Namen bereits bei der Eingemeindung Karows in den Stadtverband von Groß-Berlin 1920.

Dorfstraße
Name überliefert (seit 11.05.1938 Alt-Karow)
Namensgebung: alte Dorfstraße des Ortes Karow.

Drei-Linien-Weg
verläuft von Straße 73 bis Schmiedebankplatz.
Name seit 15.02.1997 (nördl. Teil Erstbezeichung, südl. Teil vorher: Straße 59) Namensgebung: Das altüberlieferte und bis ins 19. Jahrhundert gebräuchliche Hofzeichen "drei Linien" lässt sich im Jahre 1598 dem Kossätengehöft von Paul SEGER zuordnen und bis ins 20. Jahrhundert verfolgen.

Ebenrotsteig (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft von Zum Kappgraben bis Ingwäonenweg.
Name seit 11.05.1938
Namensgebung: Ebenrot ist der Name eines Riesen und stammt aus dem Sagenkreis um Dietrich von BERN.

Erekweg (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft von Bucher Chaussee bis Lanzelotstraße, im Bogen am Nerthusweg sowie zum Siedlungsring.
Name seit 11.05.1938
Namensgebung: Erec oder Erek ist in der Sagenwelt der Kelten ein Ritter aus König Artus' Tafelrunde, Held des gleichbetitelten mittelhochdeutschen höfischen Epos' von Hartmann von AUE (1160-1210).

Florastraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Hagen- bis Liebenstraße.
Name vor 1920
Namensgebung: Luise Florentine BOLLE, * 17.10.1873 Karow, † 12.01.1931 Karow. Florentine war die einzige Tochter des Karower Gemeindevorstehers und Landbesitzers Gottfried Karl KERKOW. Ihr Rufname Flora (Kurzform von Florentine) gab der Straße den Namen.

Forkenzeile
verläuft von Achillesstraße bis Hofzeichendamm.
Name seit 15.02.1997 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Das altüberlieferte und bis ins 19. Jahrhundert gebräuchliche Karower Hofzeichen "(Mist-)Forke" lässt sich im Jahre 1598 dem Kossätengehöft von Brose HENTZE zuordnen (dieser Kossätenhof war zuvor der Pfarrhof) und bis ins 20. Jahrhundert verfolgen.

Frankenstraße (Burgviertel von Blankenburg)
verläuft von Flaischenstraße über Wolkensteinstraße.
Name vor 1920
Namensgebung: Die Franken bildeten einen westgermanischen Volksstamm. Durch den Vertrag von Verdus (843) gingen aus dem Fränkischen Reich das Deutsche Reich (Ostfranken) und Frankreich (Westfranken) hervor. Am 07.06.1957 wurde der zwischen der Krontaler Straße und dem nördlichen Außenring der Reichsbahn gelegene Teil der Frankenstraße in die Böttnerstraße einbezogen.

Freyastraße (Bahnhofsviertel von Karow)
Name vor 1920 (seit 30.09.1927: Busonistraße)
Namensgebung: Freia, auch Freya, Frigg, Frija oder Fricka, gemeinsame Göttin der Nord- und Südgermanen, Gemahlin des Wodan und Spenderin des ehelichen Segens. Nach ihr ist der Freitag benannt. Durch Verschmelzung mit Freya (auch Freyja), der nordischen Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit, Gemahlin des Odin und Schwester des Frey (Freyr), wurde sie zur Hauptgöttin.

Friedrich-Karl-Straße (Bahnhofsviertel von Karow)
Name vor 1921 (seit 31.05.1951: Liebenstraße
Namensgebung: Friedrich Karl Nikolaus, Prinz von Preußen, * 20.03.1828 Berlin, † 15.06.1885 Klein Glienicke, Militär. Prinz Friedrich Karl, einziger Sohn des Prinzen Karl, eines Bruders von Kaiser Wilhelm I. Die Straße ist auf dem Übersichtsplan 1921 eingezeichnet, 1929 waren erst fünf Grundstücke bebaut.

Frundsbergstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Alt-Karow bis Hubertusdamm.
Name seit um 1920 (überliefert bis um 1920: Upstallweg)
Namensgebung: Georg von FRUNDSBERG (auch Freundsberg oder Fronsberg), * 24.09.1473 Mindelheim, † 20.08.1528 Mindelheim, Militär. Er nahm bereits 1492 unter seinem Vater am Krieg gegen Herzog Albrecht IV. von Bayern teil.

Gatterweg
liegt an der Siverstorpstraße.
Name seit 15.02.1997 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Er ist nach einem alten Karower Hofzeichen benannt.

Gewanneweg
verläuft von Röländer Straße bis Achtrutenberg.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Gewanne, Feldkomplexe während der Dreifelderwirtschaft. Die Karower Dorfflur war in drei große Gewanne unterteilt, das 1. oder Buchsche Feld (nördlich vom Dorf), das 2. oder Hohe Feld (östlich vom Dorf) und das 3. Feld (westlich nach Buchholz zu). Sie wurden wechselseitig zum Anbau für Sommer- und Wintergetreide sowie als Brachland genutzt. Jeder Bauer hatte nach einem gemeinsamen Plan seine der Hufenzahl (Hufe = altes Feldmaß) entsprechenden streifenförmigen Anteile zu bestellen.

Grundackerweg (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Bahnhof- bis Frundsbergstraße.
Name seit 01.02.1999
Namensgebung: Grundacker ist eine alte Flurbezeichnung.

Haduweg (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft von Bucher Chaussee bis Ingwäonenweg.
Name seit 11.05.1938 (früher: Rhodeländersteig)
Namensgebung: Hadu ist der germanische Gott des Kriegsglücks. Man findet "hadu" (ahd., Kampf) in Personennamen wie Hadubrand, Hadumar. Im Mittelhochdeutschen wird es "hader" mit der Bedeutung Hader, Streit.

Hagenstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Schräger Weg bis Am Danewend.
Name vor 1920
Namensgebung: Hagen von Tronege oder Hagen von Tronje, wie er nach dem pfälzischen Städtchen Tronia (heute: Kirchheim) genannt wird, ist eine Gestalt der deutschen Heldensage.

Halbe-Hufen-Weg
verläuft von Busoni- bis Matestraße.
Name seit 13.02.1996 (früher: Straße 97)
Namensgebung: Der Name bezieht sich auf eine alte Karower Flurbezeichnung. Die Hufe ist ein altes deutsches Feldmaß (1 Hufe = etwa 10 bis 15 Hektar), mit dem der Ackerland-Anteil in den einzelnen Gewannen (Feldkomplexen während der Dreifelderwirtschaft) gemessen wurde.

Heimfriedstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Hubertusdamm bis Lanker Straße.
Name vor 1920
Namensgebung: Heimfried, einer der Recken Dietrichs von BERN, Gestalt aus der germanischen Heldendichtung.

Hentzeweg
verläuft von Ingwäonenweg bis Münchehagenstraße.
Name seit 01.10.1996 (Erstbezeichung)
Namensgebung: HENTZE war im Jahre 1738 Hofbesitzer in Karow.

Hofzeichendamm
verläuft von Alt-Karow, Bucher Chaussee und Schönerlinder Weg bis zur Stadtgrenze.
Name seit 15.02.1997 (überliefert bis 1952: Lindenberger Weg; 1952-1997: Straße 76)
Namensgebung:  Die Hofzeichen bäuerlicher Anwesen sind wichtige Zeugnisse der Kulturgeschichte. So wie die Ritter ihre Wappen und die Kaufleute ihre Hausmarken führten, so hatten die bäuerlichen Gehöfte einst ihre Hofzeichen. Sie dienten dazu, das Besitztum an Ackergerät kenntlich zu machen. Die Hofzeichen von Bauern- , Kossäten- und anderen Gehöften sind in Karow durch glückliche Umstände überliefert worden. Bei den ältesten, die sich seit 1598 bestimmten Höfen und Hofbesitzern zuordnen lassen, handelt es sich um vereinfachte Darstellungen von Mistforke, Krähenfuß, Stern, Bohrer, Sägebock, Schmiedebank, Eier, Linien. Seit etwa 1700 finden sich auch Anfangsbuchstaben von Besitzernamen als Hofzeichen.

Hubertusdamm (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Bahnhofstraße bis Schönerlinder Weg
Name vor 1920
Namensgebung: Hubertus (Hubert von Lüttich), Bischof von Lüttich, * um 656, † 30.05.727 Tervueren (Belgien), Theologe, Heiliger. Hubertus war zuerst Bischof in Tongern-Maastricht, ab 716 erster Bischof von Lüttich. Er unternahm mehrere Missionsreisen in die Ardennen. Nach der Legende soll er in seiner Jugend am Karfreitag auf Jagd gewesen und durch die Erscheinung Christi am Kreuz vom Schuss abgehalten worden sein. Er bereute und begann ein neues Leben. Der 3. November eines jeden Jahres ist der Hubertustag, an welchem im Gedenken an den Schutzpatron der Jagd, Hubertus, symbolische Jagden veranstaltet werden.

Ingwäonenweg (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft von Straße 73 über Ebenrotsteig.
Name seit 11.05.1938 (1934-1938: An der Grenze)
Namensgebung: Die Ingwäonen oder Ingowänen sind nach dem römischen Schriftsteller Tacitus ein Kultbund westgermanischer Volksstämme.

Johann-Georg-Straße (Pankgrafenviertel von Karow)
Name vor 1920 (seit 31.05.1951: Streckfußstraße
Namensgebung: Johann Georg, Kurfürst von Brandenburg, * 11.09.1525 Cölln, heute zu Berlin, † 08.01.1598 Cölln, heute zu Berlin. Er wurde 1571 Kurfürst. Durch den fast gleichzeitigen Tod seines Vaters, des Kurfürsten Joachim II., und dessen Bruder, Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin, konnte er Kurmark und Neumark wieder vereinigen. 1545 heiratete er Sophie, die Tochter des schlesischen Herzogs Friedrich II. von Liegnitz, Brieg und Wohlau. Seit 1552 verwaltete er die Bistümer Havelberg, Lebus und seit 1560 auch Brandenburg. Er galt als sittenstrenger, sparsamer und pflichtbewusster Landesherr. 1572 wies er die Juden aus der Mark Brandenburg aus. 1573 ließ er in Berlin den Lustgarten anlegen, 1574 gründete er das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster, die älteste gelehrte Schule der Stadt. Durch die Vermählung seines Enkels und späteren Kurfürsten Johann Sigismund mit der ältesten Tochter des Herzogs von Preußen 1594 gewann Brandenburg neue Ansprüche auf Preußen und Kleve. Johann Georg wurde in der Domgruft beigesetzt.

Karestraße
verläuft von Achillesstraße über Pfannschmidtstraße.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: von Kare, 13. Jahrhundert, Adelsfamilie. Ein Ritter Friedrich von Kare, 1251 erwähnt, war vermutlich erster Lehnsinhaber des Rittersitzes Karow bei Berlin. Im Landbuch von 1375, in dem das Dorf Karow erstmals urkundlich aufgeführt ist, sind die Brüder Bernardus und Tilo von KARE erwähnt. Sie hatten 1370 von Johannes von GRÖBEN als Lehen sechs zum Rittersitz gehörende Hufen, die Bede (eine Steuer) und das hohe Gericht erhalten. Das Dorf war bis 1513 im Besitz der von KARE, die sich später auch GLIENICKE oder GLIENICKE von KARE nannten.

Karower Chaussee
Name bis 01.08.1998
Namensgebung: Der Name ergab sich aus der von Buch aus gesehenen Richtung nach Karow.  Ist ein Teil der seit alters vom Prenzlauer Tor in Berlin über Heinersdorf, Blankenburg, Karow und Buch verlaufenden Heerstraße, die 1878 befestigt wurde und deshalb von Weg in Chaussee umbenannt. Am 01.08.1998 wurde der auf Karower Gebiet verlaufende Teil der Karower Chaussee (von der Stadtgrenze bis Swantewitstraße) in Bucher Chaussee umbenannt.

Kattowitzer Straße (Schlesisches Viertel von Karow)
verläuft von Bunzlauer bis Steinauer Straße.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 30)
Namensgebung: Kattowitz, Kreisstadt in der früheren Provinz Schlesien/Oberschlesien, Regierungsbezirk Oppeln; seit 1945 Katowice, Hauptstadt der Woiwodschaft Slaskie (Oberschlesien), Polen.

Kerkowstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Schräger Weg bis Frundsbergstraße.
Name vor 1920
Namensgebung: Gottfried Karl KERKOW, * 10.09.1845, † 15.08.1922 Grundbesitzer, Kommunalpolitiker. Die Familie KERKOW war ab 1694 in Karow ansässig. G. K. KERKOW besaß große Ländereien in und um Karow sowie in Französisch-Buchholz, eine Ziegelei und die Karower Mühle. Er förderte in seiner Amtszeit den Ausbau des Ortes. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Gemeinde Karow. Nach seiner einzigen Tochter Luise Florentine ließ er in Karow die Florastraße, nach seiner Frau die Viktoria-Luise-Straße (seit 1951 Boenkestraße) benennen. Am 09.11.1926 kam zur Kerkowstraße die Straße 28 hinzu, wodurch sie bis zum Schrägen Weg verlängert wurde.

Kernerstraße (Pankgrafenviertel von Karow)
verläuft von Boenke- bis Böttnerstraße.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 13)
Namensgebung: Justinus Andreas Christian KERNER, * 18.09.1786 Ludwigsburg, † 21.02.1862 Weinsberg bei Heilbronn, Mediziner, Schriftsteller.

Krähenfußzeile (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft von Bucher Chaussee bis Zum Kappgraben.
Name seit 15.02.1997 (früher: Straße 78)
Namensgebung: Sie ist nach einem alten Karower Hofzeichen benannt. Der einfache Krähenfuß war das Hofzeichen des Bauerngutes von Georg WENDLANDT, der doppelte das des Kossätenhofes und Kruges von Bartholomäus DAME.

Kreuzburger Straße (Schlesisches Viertel von Karow)
verläuft von Schräger Weg bis Florastraße.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 27)
Namensgebung: Kreuzburg, Kreisstadt in der früheren Provinz Oberschlesien, Regierungsbezirk Oppeln; seit 1945 Kluczbork, Kreisstadt in der Woiwodschaft Opolskie (Oppeln), Polen.

Krontaler Straße (Pankgrafenviertel von Karow)
verläuft von Flaischlen- und Wolkensteinstraße bis Boenkestraße.
Name vor 1926
Namensgebung: Kronthal, Mineralbad und Luftkurort, heute Teil von Kronberg, Hochtaunuskreis, Bundesland Hessen. Bekanntgeworden auch durch den Kronthaler Mineralbrunnen, seit 1568 bezeugt. Die Straße ist auf dem Berliner Stadtplan von 1926 als Kronentaler Straße eingezeichnet. Im Berliner Adressbuch wurde sie erst ab 1927 genannt.

Kurze-Enden-Weg
verläuft von Schönerlinder Weg bis Gewanneweg.
Name seit 13.02.1996
Namensgebung: Der Name bezieht sich auf eine alte Karower Flurbezeichnung. Pfarrer PFANNSCHMIDT (1861-1947) zitiert in seinem 1927 veröffentlichten Buch "Geschichte der Berliner Vororte Buch und Karow" das von Pfarrer ULRICI (1740-1773) verfaßte Verzeichnis der Karower Pfarrgrundstücke, in dem das Flurstück "Kurze Enden" im "2. oder hohen Felde (östlich vom Dorf)" zu finden war.

Lanker Straße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Schräger Weg bis Schönerlinder Weg.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 32)
Namensgebung: Lanke, Ort im Landkreis Barnim, Bundesland Brandenburg. Am 30.09.1927 wurde sie durch die Siegfriedstraße, die in Lanker Straße umbenannt wurde, verlängert.

Lanzelotstraße (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft von Erekweg über Swantewitstraße.
Name seit 01.06.1998
Namensgebung: Lanzelot (Lancelot, Lanzelet) war Ritter der Tafelrunde des Königs Artus aus dem keltisch-irischen Sagenkreis. Seine Liebe zu dessen Gattin Guinevere (Ginevra) wurde von einer Anzahl europäischer Dichter in verschiedenen literarischen Formen verarbeitet, so von Chrétien de TROYES (1177-1181) und Ulrich von ZATZIKHOVEN (Lanzelet, nach 1194). Eine französische Fassung entstand um 1250, ebenso eine deutsche, die das Werk vermutlich mehrerer Autoren ist und als erster deutscher Prosaroman gilt. 1969 schrieb Paul DESSAU die Oper "Lanzelot" (Libretto Heiner MÜLLER); ihr liegt die Märchenkomödie "Drakon" von Jewgeni SCHWARZ (1944) zugrunde.

Leghornsteig (Stadtrandsiedlung Buch)
Name seit 13.12.1934 (vor 13.12.1934: Weg 3; seit 11.5.1938: Swantewitstraße)
Namensgebung: Leghorn, eine Haushuhnrasse, die auch Livorneser genannt wird. Sie erhielt ihren Namen nach der italienischen Stadt Livorno. Leghorns wurden in den USA aus weißen, italienischen Landhühnern gezüchtet. Seit 1910 ist die reinweiße Hühnerrasse mit hoher Legeleistung auch in Europa verbreitet.

Leobschützer Straße (Pankgrafenviertel von Karow)
verläuft von Straße 94 bis Am Danewend.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 7)
Namensgebung: Leobschütz, Kreisstadt in der früheren Provinz Oberschlesien, Regierungsbezirk Oppeln; seit 1945 Glubczyce, Kreisstadt in der Woiwodschaft Opolskie (Oppeln), Polen.

Liebenstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Bahnhofstraße über Nahestraße.
Name seit 31.05.1951 (1921-1951: Friedrich-Karl-Straße)
Namensgebung: Robert von LIEBEN, * 05.09.1878 Wien, † 20.02.1913 Wien, Physiker.
Er entwickelte ab 1906 ein Kathodenstrahlrelais zur Verstärkerröhre und versah diese in Zusammenarbeit mit E. Reiß und S. Strauß mit einem Steuergitter. Die Erfindungen ließ er sich 1906 und 1910 patentieren. Die Röhre war eine der Voraussetzungen für den schnellen Aufschwung im Telefonverkehr sowie in der Funktechnik.

Lindenberger Weg
Name überliefert bis 1952 (1952-1997: Straße 76; seit 15.02.1997: Hofzeichendamm)
Namensgebung: Lindenberg, Gemeinde nordöstlich Berlins, Landkreis Barnim, Bundesland Brandenburg. Er war früher ein Verbindungsweg zwischen Karow und Lindenberg, was ihm auch, soweit er über die Karower Feldmark verlief, den Namen gab.

Lönsstraße (Pankgrafenviertel von Karow)
verläuft von Böttner- bis Streckfußstraße.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 11)
Namensgebung: Hermann LÖNS, * 29.08.1866 Culm, † 26.09.1914 bei Rheims, Schriftsteller.
Gilt als Dichter der Lüneburger Heide, deren Pflanzen- und Tierwelt er in Skizzen und Erzählungen beschrieb.

Lossebergplatz
befindet sich an der Kreuzung Achillesstraße und Zum Kappgraben.
Name seit 15.02.1997 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Nach dem Losseberg, einer Erhebung in Malchow, benannt.

Malchower Weg
Name überliefert bis um 1933 (seit 1933: Straße 52)
Namensgebung: Malchow, Ortsteil des Berliner Bezirks Lichtenberg. Als Dorf nordöstlich Berlins wurde es 1344 erstmals urkundlich erwähnt. Er war früher ein Verbindungsweg zwischen den Ortschaften Karow und Malchow, der auf Karower Gemarkung aufgrund seiner Richtung Malchower Weg hieß.

Matestraße
verläuft von Schönerlinder Weg bis Am Elsebrocken.
Name seit 13.02.1996 (früher: Straße 81)
Namensgebung: Maten, eine Bezeichnung, die oft in Flurnamen zu finden ist; sie kommt aus dem Niederländischen und ist ein Längen- und Flächenmaß. Auch eine streifenförmige Wiese wird als Mate bezeichnet.

Möserstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Hubertusdamm bis Wotanstraße.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 14 a)
Namensgebung: Das Bauerngeschlecht der MÖSER gehörte im 17. Jhd. zu den Hofbesitzern in Karow.

Mühlenweg
liegt als Sackgasse an der Straße 52.
Namensgebung: Auf der Karte von 1871 ist auf dem Gelände, zu dem die Straße führt (zwischen Straße 48 und Straße 52), eine Mühle eingezeichnet.

Münchehagenstraße
verläuft von Zum Kappgraben bis Ingwäonenweg.
Name seit 15.02.1997 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Sie ist nach dem alten Karower Bauerngeschlecht MÜNCHEHAGEN benannt. Im Jahre 1598 trug der Kossätenhof von Torbe MÜNCHEHAGEN das Hofzeichen Schmiedebank.

Nahestraße (Rheineck)
verläuft von Liebenstraße über Nettestraße.
Name seit 18.02.1927 (früher: Straße 28)
Namensgebung: Die Nahe ist ein linker Nebenfluss des Rheins im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

Nerthusweg (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft von Bucher Chaussee bis Zum Kappgraben.
Name seit 11.05.1938
Namensgebung: Nerthus ist der Name einer altgermanischen Göttin, von Tacitus als "Mutter Erde" bezeichnet.

Nettestraße (Rheineck)
verläuft von Straße 10 bis Nahestraße.
Name seit 18.02.1927 (früher: Straße 30)
Namensgebung: Nette, ein linker Nebenfluss des Rheins, entspringt in der Eifel, nordöstlich von Adenau, und mündet bei Neuwied.

Neustädter Straße (Pankgrafenviertel von Karow)
verläuft von Boenkestraße bis Böttnerstraße.
Name seit 18.02.1927 (früher: Straße 12)
Namensgebung: Neustadt in Oberschlesien, Kreisstadt in der früheren Provinz Oberschlesien, Regierungsbezirk Oppeln; seit 1945 Prudnik, Kreisstadt in der Woiwodschaft Opolskie (Oppeln), Polen, am Rande der Sudeten gelegen.

Pankgrafenstraße (Pankgrafenviertel von Karow)
verläuft von Hubertusdamm und Bahnhofstraße bis Bucher Straße.
Name um 1900
Namensgebung: Als "Pankgrafen" bezeichneten sich die Mitglieder der "Pankgrafschaft von 1381", einer geselligen Vereinigung sagesfreudiger und trinkfester Bürger aus dem Norden Berlins. Der Name des Vereins leitete sich vom Flüßchen Panke ab.

Pfannschmidtstraße
verläuft von Beerbaum- bis Karestraße.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Martin Eckart PFANNSCHMIDT, * 23.11.1861 Berlin, † 1947 Berlin, Theologe, Heimatforscher. Sein Vater war Professor. Er besuchte das Gymnasium in Berlin und studierte an den Universitäten Berlin, Greifswald und Erlangen. Am 20.07.1890 erhielt er seine Ordination. 1890 wurde er Pfarrer in Terpt, 1897 Oberpfarrer in Lübbenau, und von 1913 bis 01.10.1933 war er Pfarrer in Buch und Karow. Sehr an der Geschichte seines Heimatgebietes interessiert, schrieb er die 1927 in Berlin erschienene "Geschichte der Berliner Vororte Buch und Karow". Er führte auch unter Mithilfe des Schmiedemeisters ACHILLES die Aufzeichnung der Karower Hofzeichen, die von Pfarrer ULRICI (1711-1793) auf der Grundlage eines von Küster AUGUSTIN 1598 erarbeiteten Verzeichnisses begonnen worden war, bis 1926 weiter.

Rhodeländersteig (Standrandsiedlung Buch)
Name seit 13.12.1934 (vor 13.12.1934: Weg 2; seit 11.05.1938: Haduweg)
Namensgebung: Rhodeländer, eine nach Rhode Island benannte, um die Jahrhundertwende nach Deutschland eingeführte Haushuhnrasse mit rotem bis dunkelbraunem Gefieder.

Röländer Straße
verläuft von Schönerlinder Weg über Pfannschmidtstraße.
Name seit 13.02.1996 (südl. Teil früher: Straße 83; nördl. Teil: Erstbezeichnung)
Namensgebung: Es handelt sich um eine alte Karower Flurbezeichnung.

Rudelsburgstraße
verläuft von Bahnhof Blankenburg bis Frankensteinstraße.
Name vor 1920
Namensgebung: Rudelsburg, Burgruine bei Bad Kösen. Die auf einem hohen Muschelkalkfelsen über der Saale errichtete Burg wurde 1171 erstmals erwähnt und diente u. a. dem Schutz der Handelsstraßen von Frankfurt nach Leipzig und von Nürnberg nach Merseburg. Burgherren waren die Markgrafen von Meißen, die jedoch Thüringer Feudalgeschlechter damit belehnten. Die Rudelsburg wurde mehrmals belagert und ausgebrannt, zum erstenmal 1348 von den Naumburger Bürgern, sowie während des Dreißigjährigen Kriegs (1618-1648) schwer zerstört. Der Bergfried ist als Aussichtsturm heute noch zugänglich. Am 07.06.1957 wurde der zwischen der Neustädter Straße und dem nördlichen Außenring der Reichsbahn gelegene Teil der Rudelsburgstraße abgetrennt und in die Boenkestraße einbezogen.

Rübländerstraße (Pankgrafenviertel)
verläuft von Pankgrafen- bis Sandbergstraße.
Name vor 1920
Namensgebung: Der Name leitet sich von einem alten Flurnamen der Karower Feldmark ab. Der Rübländergraben befand sich laut einem Verzeichnis der Pfarrgrundstücke "im 3. Felde (westlich nach Buchholz zu)".

Rutenzeile
verläuft von Halbe-Hufen-Weg bis Teichbergstraße.
Name seit 13.02.1996 (südl. Teil früher: Straße 90; nördlicher Teil: Erstbezeichnung)
Namensgebung: Rute, eine oft in Flurnamen zu findende Bezeichnung, ist ein altes deutsches Längenmaß (1 Rute = 12 Fuß).

Rybniker Straße (Schlesisches Viertel von Karow)
verläuft von Nahestraße bis Schräger Weg.
Name seit 18.02.1927 (früher: Straße 28)
Namensgebung: Rybnik, Kreisstadt in der früheren Provinz Schlesien/Oberschlesien, Regierungsbezirk Oppeln; seit 1945 Rybnik, Kreisstadt in der Woiwodschaft Slaskie (Oberschlesien, Hauptstadt Katowice), Polen.

Sägebockweg
verläuft von Straße 71 über Siverstorpstraße.
Name seit 15.02.1997 (südl. Teil früher: Straße 58; nördl. Teil: Erstbezeichnung)
Namensgebung: Der Weg ist nach einem alten Karower Hofzeichen benannt. Das bis ins 19. Jahrhundert gebrauchte Hofzeichen Sägebock lässt sich im Jahre 1598 dem Bauernhof von Hans BÖTZOW zuordnen.

Sandbergstraße (Pankgrafenviertel)
verläuft von Böttner- bis Streckfußstraße.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 8)
Namensgebung: Der Name wurde nach einem örtlichen Flurnamen gewählt. Beim Sandberg handelt es sich vermutlich um den Achtrutenberg.

Schmiedebankplatz
liegt im Zuge des Hofzeichendamms.
Name seit 15.02.1997 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Er wurde nach einem alten Karower Hofzeichen benannt. Im Jahre 1598 trug der Kossätenhof von Torbe MÜNCHEHAGEN das Hofzeichen Schmiedebank.

Schönerlinder Weg
verläuft von Alt-Karow bis zur Panke.
Name überliefert
Namensgebung: Schönerlinde, Straßendorf nördlich Berlins im Landkreis Barnim, Bundesland Brandenburg. Er ist ein seit alters bestehender Verbindungsweg zwischen den Ortschaften Karow und Schönerlinde, der seinen Namen auf der Karower Gemarkung nach der von Karow aus gesehenen Richtung erhielt.

Schräge Straße
Name um 1900 (vor um 1900: Buchholzer Weg; um 1928: Schräger Weg)
Namensgebung: So benannt nach seiner Lage, diente bis Ende des 19. Jhds. lediglich als Feldweg, erhielt aber im Zusammenhang mit der Besiedlung Karows um die Jahrhundertwende den Namen Schräge Straße. Sie ist ein Rest des einstigen Verbindungsweges zwischen den benachbarten Ortschaften Buchholz und Karow, der durch den Bau der Berlin-Stettiner Eisenbahn unterbrochen wurde. Die Schräge Straße wird unter diesem Namen im Berliner Adressbuch bis 1927 aufgeführt, ab 1928 als Schräger Weg.

Schräger Weg
Name seit um 1928 (vor um 1900: Buchholzer Weg; vor um 1928: Schräge Straße)
Namensgebung: So benannt nach seiner Lage, diente bis Ende des 19. Jhds. lediglich als Feldweg, erhielt aber im Zusammenhang mit der Besiedlung Karows um die Jahrhundertwende den Namen Schräge Straße. Sie ist ein Rest des einstigen Verbindungsweges zwischen den benachbarten Ortschaften Buchholz und Karow, der durch den Bau der Berlin-Stettiner Eisenbahn unterbrochen wurde. Die Schräge Straße wird unter diesem Namen im Berliner Adressbuch bis 1927 aufgeführt, ab 1928 als Schräger Weg.

Schwanebecker Weg
Name bis 1938 (seit 1938: Straße 57; seit 15.02.1997: Zum Kappgraben)
Namensgebung: Schwanebeck, Ort im Landkreis Barnim, nordöstlich Berlins, Bundesland Brandenburg. Der Weg diente seit alters als Verbindung zwischen den benachbarten Orten Karow und Schwanebeck und führte auf Karower Gemarkung den nichtamtlichen Namen Schwanebecker Weg nach der von Karow aus gesehenen Richtung.

Siedlungsring (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft von Bucher Chaussee über Zum Kappgraben im Ring abgehend.
Name seit 02.08.1972
Namensgebung: Die Straße in der Stadtrandsiedlung Buch erschließt ringförmig die Siedlung II und erhielt deshalb diesen Namen.

Siegfriedstraße (Bahnhofsviertel von Karow)
Name vor 1920 (seit 30.9.1927: Lanker Straße)
Namensgebung: Siegfried, auch Sigurd, Gestalt der germanischen und nordischen Heldensage. Der Sagenheld steht im Mittelpunkt des ersten Teils des Nibelungenliedes. Da der Name Siegfried auf Straßenschildern in Berlin zu häufig anzutreffen war, wurden einige der Siegfriedstraßen umbenannt. Zu ihnen gehörte auch die Karower.

Siegstraße (Rheineck)
verläuft von Nahestraße bis Straße 10.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 29)
Namensgebung: Sieg, ein rechter Nebenfluss des Rheins. Er entspringt am Ederkopf im Rothaargebirge und mündet unterhalb von Bonn.

Siverstorpstraße
verläuft von Strömannstraße bis Ingwäonenweg.
Name seit 15.02.1997 (früher: Straße 75)
Namensgebung: Die Straße ist nach dem ersten namentlich in einem Lehnsregister von 1483 erwähnten Hofinhaber in Karow benannt. Die Namen sind in der Reihenfolge Siverstorp, Falckenberg, Kracht, Matheus, Thammen, Schulten, Kruger aufgeführt.

Spinolastraße (Bahnhofsviertel von Karow)
verläuft von Schräger Weg bis Am Danewend.
Name vor 1920
Namensgebung: Carl Robert Alexander SPINOLA, Kommunalpolitiker.
Administrator des Berliner Stadtguts Malchow sowie Amtsvorsteher von Malchow und Karow bis zum Ersten Weltkrieg.

Steinauer Straße (Schlesisches Viertel von Karow)
verläuft von Beuthener Straße bis Schräger Weg.
Name seit 26.11.1925 (früher: Straße 31 u.a.)
Namensgebung: Steinau an der Oder, Stadt in der früheren Provinz Niederschlesien, Regierungsbezirk Breslau, Kreis Wohlau; seit 1945 Scinawa, Woiwodschaft Dolnoslaskie (Niederschlesien, Hauptstadt Wroclaw), Kreis Lubin, Polen.

Streckfußstraße (Pankgrafenviertel von Karow)
verläuft von Leobschützer Straße über Krontaler Straße.
Name seit 31.05.1951 (vor 1920-1951: Johann-Georg-Straße)
Namensgebung: Adolf Carl STRECKFUß, * 10.05.1823 Berlin, † 11.10.1895 Berlin, Schriftsteller, Historiker. Er studierte von 1845 bis 1848 an den landwirtschaftlichen Akademien in Möglin und Eldena, verlor aber seinen Anspruch auf eine Karriere im Staatsdienst, da er 1848/49 als radikaler Demokrat aufgetreten war. Für sein Werk "Die große französische Revolution und die Schreckensherrschaft" wurde er wegen Hochverrats angeklagt, jedoch freigesprochen. Er gründete in der Linienstraße ein Tabakgeschäft mit vier Filialen, schrieb Romane und Novellen, historische Essays und 1863-1865 "Vom Fischerdorf zur Weltstadt - 500 Jahre Berliner Geschichte", ein frühes Standardwerk Berliner Historiographie. Am 07.06.1957 wurden die Straße 5 sowie der westlich der Reichsbahnschleife gelegene Teil der Straße 2 in die Streckfußstraße einbezogen.

Strömannstraße
verläuft von Straße 70 über Zum Kappgraben.
Name seit 15.02.1997 (früher südl. Teil der: Straße 56)
Namensgebung: Sie ist nach einem alten Karower Bauerngeschlecht benannt. Dem Bauernhof von Brose STRÖMANN lässt sich im Jahr 1598 das Hofzeichen "Drei Eier" zuordnen.

Swantewitstraße (Stadtrandsiedlung Buch)
verläuft zwischen Lanzelotstraße und Ingwäonenweg.
Name seit 11.05.1938 (13.12.1934-11.05.1938: Leghornsteig)
Namensgebung: Swantewit heißt ein von den früheren slawischen Bewohnern der Insel Rügen insbesondere als Orakelspender verehrter Gott.

Tarnowitzer Straße (Schlesisches Viertel von Karow)
verläuft von Steinauer Straße bis Blankenburger Chaussee.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 35)
Namensgebung: Tarnowitz, Kreisstadt in der früheren Provinz Schlesien/Oberschlesien, Regierungsbezirk Oppeln; seit 1945 Tarnowskie Góry, Kreisstadt in der Woiwodschaft Slaskie (Oberschlesien, Hauptstadt Katowice), Polen, am Nordrand des oberschlesischen Industriegebiets.

Teichbergstraße
verläuft von Busonistraße bis Bucher Chaussee.
Name seit 13.02.1996 (Erstbezeichnung)
Namensgebung: Teichberg, höchste Erhebung des Ortsteils Karow (63 Meter). Pfarrer PFANNSCHMIDT (1861-1947) zitiert in seinem 1927 veröffentlichten Buch "Geschichte der Berliner Vororte Buch und Karow" das von Pfarrer ULRICI (1711-1793) verfasste Verzeichnis der Karower Pfarrgrundstücke, in dem "im 2. oder hohen Felde (östlich vom Dorf)" der Flurname "Aufm Deich-Berge" zu finden war. Als die auf dem Berg befindliche Sandgrube nach 1871 voll Wasser lief, wurde aus dem Deich-Berg der Teichberg.

Tichauer Straße (Schlesisches Viertel von Karow)
verläuft von Lieben- über Bunzlauer Straße.
Name seit 09.11.1926 (früher: Straße 24)
Namensgebung: Tichau, Stadt in der früheren Provinz Schlesien/Oberschlesien, Regierungsbezirk Oppeln, Kreis Pleß; seit 1945 Tychy, Stadtkreis und Kreisstadt in der Woiwodschaft Slaskie (Oberschlesien, Hauptstadt Katowice), Polen.

Upstallweg (Bahnhofsviertel von Karow)
Name überliefert bis vor 1920 (seit um 1920: Frundsbergstraße) Namensgebung:
 Uppstall, auch Upstall, alte Flurbezeichnung. Es war ein von Zäunen eingegrenztes Feldstück, das in den Sommernächten dem Zugvieh, das den ganzen Sommer über draußen verblieb, als Weide diente. Der Weg bestand seit alters und führte vom Dorf zum Upstall.

Viktoria-Luise-Straße (Pankgrafenviertel von Karow)
Name vor 1920 (seit 10.05.1951: Boenkestraße)
Namensgebung: Viktoria Luise KERKOW, sie war die Ehefrau des Gemeindevorstehers und Kirchenältesten Gottfried Karl KERKOW.

Wotanstraße
verläuft von Am Danewend bis Schönerlinder Weg.
Name vor 1920
Namensgebung: In der Mythologie der germanischen Stämme ist Wodan oder Wotan, altnordisch Odin, der oberste Gott.

Zum Kappgraben
verläuft von Alt-Karow bis Siedlungsring.
Name seit 15.02.1997 (überliefert vor 1938: Schwanebecker Weg; bis 15.02.1997: Straße 57)
Namensgebung: Der Kap(p)graben, ein fließendes Gewässer, bildete bis ins 18. Jahrhundert die Grenze der Gemarkungen von Buch und Karow. 1775 wurde diese Grenze durch die Bucher Gutsherrschaft weiter nach Süden verlegt. Seit der Neubildung des Bezirkes Weißensee 1985 liegt ein Teil des Kappgrabens wieder im Ortsteil Karow.

Quellen: Q12 und Bezirksamt Pankow


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